Achtsamkeit braucht Zeit – Veränderung durch Kreativität auch!

Manchmal höre ich den Kundenwusch: „Bitte gleiche Ergebnisqualität –  in weniger Zeit!“

Ambitionierte Zeitrahmen mögen bis zu einem bestimmten Grad auch Kreativität freisetzen, doch stößt dies alsbald an seine natürlichen Grenzen. Besonders, wenn es um Gruppenprozesse und die Berücksichtigung komplexer Zusammenhänge und emotionale Aspekte geht.

In diesem Zusammenhang finde ich es spannend zu sehen, wie andere „Kreativberufe“ ihren Kunden die Bedeutung von Zeit für Ergebnisqualität verdeutlichen. Hier ein schönes Beispiel:

http://youtu.be/jgvx9OfZKJw

2 Responses

  1. Die Herangehensweise gefällt mir. M E ist die Idee, dass alles jedes Jahr schneller und „produktiver“ werden soll ein Patentrezept, Kreativität zu killen, auch wenn die catch phrase „Just work smarter“ darauf hinaus will, dass es anders auch schneller gehen könnte. Aber der immer steigende Druck führt ja dazu, dass in unseren Hirnen nicht die Kreativität aktiviert wird, sondern im emotionalen Zentrum eine Verengung unseres Denkens (über eine verstärkte Erregung der Amygdala) entsteht. Also genau das Gegenteil dessen, was Kreativität fördert.

    Die Parallele zur Achtsamkeit ist spannend: kaum wird sie durch Unterstützung der Hirnforschung (die ihren Nutzung so eindrucksvoll erforscht) „marktfähig“, da verlangen schon manche Unternehmen, dass sie eingesetzt werden soll, damit man von den Arbeitnehmern noch mehr „Produktivität“ fordern kann. Auch wenn ich alle Unternehmer verstehe, die sich im Wettbewerb unter Druck sehen: Es wird Zeit, kreativ über Leistung zu denken, oder?

    1. Diese Gedanken geben noch einmal Anlass, erneut und achtsam 😉 nachzudenken. Wenn Achtsamkeit missverstanden wird als weiteres Tool der Effizienzsteigerung , verkommt es und verliert prompt sein Potenzial. Und Druck wirkt nur bedingt, weil höchstens kurzfristig als Quelle für Kreativität. Dann, lieber Peter, wünsche ich Dir zunächst einmal stets „amygdala-freundliche“ Projekte … Und wer sich zum Berater Peter Creutzfeldt informieren möchte: http://www.workinginthezone.com

      Hierzu passt auch die, zugegebenermaßen klar-kritische, Rezension des Buches „Wir sind die Wirtschaft. Achtsam leben. Sinnvoll Handeln“. Markus Kosock, ehemaliger Kunde, Praktizierender und mittlerweile selbst Berater beschreibt eindrucksvoll, wie er dieses Buch gelesen hat und was seine Gedanken zu diesem Thema sind. Zu finden ist der Beitrag als Kommentar im Blog zum o.g. Buch und auf unserer neuen Facebook-Seite: KV&P Unternehmensberatung.

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