Wir (2)

Buddhistische Ökonomie – ein möglicher Weg?

Achtsamkeit ist heutzutage ein seltenes Gut, insbesondere in Hinblick auf die Wirtschaft. Wir arbeiten in Jobs, die uns nicht gefallen, geben Geld für Dinge aus, die wir nicht brauchen und konsumieren tagtäglich Werbung in verschiedensten Formen, die uns ein glücklicheres Leben versprechen. Zunächst war ich sehr skeptisch, was das Buch „Wir sind die Wirtschaft“ von Kai Romhardt angeht und glaubte eher an Esoterik als an eine hilfreiche Lektüre zum Umgang eines achtsamen Wirtschaftens. Darin beschreibt er entgegen meiner Erwartung in sehr vielen praktischen und schnell umzusetzenden Beispielen, wie wir Achtsamkeit in den Bereichen Arbeit, Geld und Konsum kultivieren können und Heilsames nach unseren eigenen Vorstellungen in uns und um uns herum nähren. Ich kann jedem dieses Buch empfehlen, der gerne die Wirtschaft in ihrer Gesamtheit aus einer anderen Perspektive beleuchten, verstehen und vor allem hinterfragen möchte. Die Themen werden nicht oberflächlich und modellhaft angeschnitten, sondern liefern direkte Umsetzbarkeit und regen kräftig zum (Über-) Denken der eigenen Motive an. Absolute Lesempfehlung!

3 Responses

  1. Diedrich Lehn

    Ich habe dieses Buch im Rahmen der Universität Bremen gelesen und schätzen gelernt, als wir es im Schwerpunkt Nachhaltigkeit behandelt haben. Die Umwelt versteht sich im stetigen Wandel und ist voller Widersprüche. Mit dieser Spannung konstruktiv umzugehen, stellt eine große Herausforderung dar und ist insbesondere im Bereich der Nachhaltigkeit weit verbreitet, da die Verteilung von Ressourcen in konfliktären Beziehungen zueinander stehen kann. Unter die Rubrik der Ressourcen fallen jedoch keineswegs nur materielle Dinge, sondern auch immaterielle Faktoren wie Zeit und Aufmerksamkeit. Wie wir mit unserer Zeit umgehen und worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken (wollen), ist glücklicherweise uns überlassen und schafft uns einen gewissen Freiraum, um uns auch auf Veränderungen einzustellen oder sie gar selbst einzuleiten und die Welt mit ihren ganzen Widersprüchen zu sehen, zu akzeptieren und zu lernen, mit ihnen umzugehen.
    In diesen Bereichen habe ich viel bei Frau Vittinghoff nicht nur als Praktikant lernen dürfen, sondern auch in meiner darauffolgenden Tätigkeit als Werkstudent, die für mich bis dato eine äußerst lehrreiche Zeit bedeutet. Ich bin sehr froh darüber, mein Praktikum bei kv&p verbracht zu haben.

  2. Katja Vittinghoff

    Und wer den guten Vorsätzen auch Taten folgen lassen möchte, hier ein Tipp unserer Kollegin Petra Schomburg: „Der kleine Alltagsbuddhist“

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